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Beiträge der privaten Krankenversicherung reduzieren – So kann es funktionieren

Der Ausstieg aus der privaten Krankenversicherung ist fast unmöglich. Wer dennoch sparen möchte, der kann seine Beiträge dann reduzieren, wenn die nächste Erhöhung kommt. Im folgenden einige Tipps, mit denen sich bei der PKV sparen lässt.

Viele private Versicherte bezahlen Risikozuschläge wegen beispielsweise Rücken- und Bandscheibenleiden. Sollte sich der Zustand jedoch verbessert haben und ein Arzt bescheinigt das, kann der Versicherte einen Antrag auf Wegfall des Risikozuschlags stellen. Jedoch sollte der Versicherte vorsichtig dabei sein, einen Risikozuschlag durch einen Ausschluss von bestimmten Leistungen ausgleichen zu wollen. Man spart zwar im Moment, später kann dies aber teuer werden.

Weiterhin kann man den Selbstbehalt erhöhen, also die eigene Beteiligung an entstehenden Behandlungskosten, und so den Beitrag pro Monat senken und dabei sparen. Der Versicherte muss dann einen höheren Betrag für die jährlichen Behandlungskosten selbst tragen. Dann erst kommt die Versicherung für die weiteren Kosten auf. Auch hier ist Vorsicht geboten, denn der Selbstbehalt kann nicht einfach ohne Gesundheitsprüfung wieder verringert werden. Hinzukommt, dass der Versicherer den Selbstbehalt einseitig innerhalb der gesetzlichen Grenzen erhöhen kann und der Arbeitgeber beteiligt sich mit keinem Cent. Das ist nämlich anders als bei den Monatsbeiträgen.

Ein Tarifcheck lohnt sich ebenfalls, also ggf. den PKV Tarif wechseln, denn häufig gibt es einen anderen Tarif, für den weniger Beitragszahlungen anfallen. Versicherte haben ein Recht auf den Tarifwechsel. Viele der Versicherer haben sich dazu verpflichtet, den Versicherten beratend zur Seite zu stehen unter Berücksichtigung des Gesundheitszustands, der bei Vertragsabschluss bestand.

Für privat Versicherte kommt der Standardtarif infrage, wenn sie bereits vor dem 1. Januar 2009 PKV-Mitglied waren. In diesem Tarif sind vielfach die Leistungen versichert, die auch die gesetzliche Krankenversicherung in ihrem Leistungsumfang beinhaltet. Wer sich nach dem 31.12.2008 für die private Krankenversicherung entschieden hat, für den gibt es als Alternative den Basistarif, der ebenfalls nur die Leistungen versichert, die die gesetzliche Krankenversicherung bietet.

Hilft ein Tarifwechsel dem Versicherten nicht, kommt oftmals nur noch ein Zurück in die GKV infrage. Allerdings stellt sich dieses Unterfangen als schwierig dar. Wer das beabsichtigt, muss sein Bruttogehalt unter die Jahresgrenze drücken, welche sich derzeit auf 57.600 Euro beläuft. Dies gelingt häufig, in dem man vorübergehend in Teilzeit arbeiten geht oder mehr in die betriebliche Altersvorsorge investiert. Selbstständige können ebenfalls in die GKV wechseln, müssen dann jedoch ins Angestelltenverhältnis wechseln und dürfen ebenfalls nicht mehr als 57.600 Euro verdienen.

Für Voll-Versicherte ab 40 Jahren lohnt es sich häufig nicht, den privaten Krankenversicherer zu wechseln. Zu groß ist die Gefahr, dass eventuelle Vorerkrankungen mit einem hohen Risikozuschlag Berücksichtigung finden.

Wer den Tarif wechseln möchte oder gar einen Wechsel von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung beabsichtigt, sollte sich immer über eventuelle Möglichkeiten und Alternativen beraten lassen. Denn nur wer gut informiert ist, kann am Ende auch tatsächlich Geld sparen.

(dt)