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Private Krankenversicherung – Die Aussichten für 2018

Der Dezember hat begonnen und in wenigen Wochen ist das alte Jahr auch schon vorüber. Mit dem Januar steigt dann auch wieder die Hoffnung, dass die trübe und dunkle Jahreszeit bald Geschichte sein wird. Allerdings beginnt das neue Jahr für viele privat Versicherte mit einer Beitragsanpassung, die sich ordentlich gewaschen hat. Dies berichtet die Krankenkassenzentrale auf ihrem Portal. Doch wie kommt es zu diesen Beitragserhöhungen bei der Privaten Krankenversicherung für das kommende Jahr?

Bereits seit einigen Jahren befinden sich die privaten Krankenversicherungen in einem Dilemma. Dies liegt an der eisernen Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Aus dieser Niedrigzinspolitik rührt her, dass die Zinsen so gering sind, dass die von den Versicherern angelegten Gelder am Kapitalmarkt weniger Gewinne erzielen. Doch das ist nicht der alleinige Grund für Beitragserhöhungen. Die Menschen werden immer älter, was zu einer sich verändernden Altersstruktur beiträgt. Auch ist die moderne Medizin sehr teuer und sorgt für steigende Kosten für die medizinische Behandlung, die sich ebenfalls in den Beitragserhöhungen der privaten Krankenversicherungen niederlegen.

Bei wem es 2018 Anpassungen bei den Beiträgen gibt

Den Beginn bei den Erhöhungen der PKV-Beiträge macht Axa, wo es besonders die jüngeren Neukunden mit dem Tarif Vital300-U trifft. Denn sie müssen im kommenden Jahr bis zu 38 Prozent mehr bezahlen als in 2017, so die Gewa-Comp GmbH. Doch Beitragsanstiege gibt es nicht nur hier, sondern auch bei anderen Tarifen. In den meisten Vollversicherungstarifen muss der Versicherte mit Beitragsanpassungen rechnen, auch wenn die Zahlen bislang für den Axa-Bestandskunden noch nicht veröffentlicht sind.

Neben der Axa sind auch die Barmenia-Kunden betroffen. Unter anderem werden privat Versicherte mit dem Tarif expert+ mit einer Erhöhung rechnen müssen. Dies gilt ebenfalls für teilweise Versicherte mit dem Bestandstarif VC-Familie. Laut Gewa-Comp GmbH verlangt die Hallesche von neuen Kunden etwa 4,04 Prozent mehr, was wiederum für ältere Neu-Versicherte 14 Prozent Steigerung im Tarif NK.4 bedeutet. Teurer wird es eventuell auch für angehende oder junge Ärzte, die sich für den Tarif MAS.3 entschieden haben. Sie müssen mit einer Erhöhung in der Größenordnung von 10 Prozent rechnen. Versicherte, die wiederholt Beitragserhöhungen verkraften mussten und sicher auch weiterhin müssen, sollten prüfen, ob sie mit einem Tarif- oder Anbieterwechsel besser fahren.

Vereinzelt auch Beitragssenkungen

Darüber hinaus gibt es allerdings viele privat Versicherte, die bis Ende 2018 mit Beitragsgarantien rechnen dürfen. Unter anderem sind das Kunden mit Tarifen für Bestandskunden und Neukunden der Signal Iduna, uniVersa und Deutscher Ring. Die Alte Oldenburger, BBKK, UKV und die Württembergische verzichten auf höhere Prämien, allerdings nur bei Neukunden. Dahingegen dürfen sich Bestandskunden der Continentale freuen. Denn unter anderem gibt es bei einigen Purisma-Max-Tarifen sogar Beitragssenkungen.

(dt)