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Ottonova-Chef im Interview – Ein kleiner Einblick

Seit wenigen Monaten ist der digitale private Krankenversicherer Ottonova nun bereits am Start. Viel Neues gibt es bei Ottonova. Schon länger gab es das bei der privaten Krankenversicherung nicht mehr.

Laut Ottonova-Chef Rittweger funktioniert das Angebot von Ottonova und erreicht die gewünschte Zielgruppe besser als gedacht. Der Start verlief nach seinen Angaben also wie geplant. Gut Ding will aber Weile haben. Es vergeht nämlich einige Zeit vom ersten Kontakt bis zum Abschluss einer PKV-Police. Da es sich bei der privaten Krankenversicherung um ein sehr komplexes Thema handelt, dauert die Entscheidung über einen Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung druchaus lange. Neben den Neunkunden gibt es zudem die Wechsler aus anderen privaten Krankenversicherungen. Diese kommen ebenfalls als Neukunden in Betracht, allerdings vornehmlich im vierten und ersten Quartal eines Jahres. Grund hierfür ist, dass viele andere private Krankenversicherer gegen Ende des Jahres ihre Beiträge erhöhen. Kunden suchen in solchen Fällen nach Alternativen. Ein weiterer Grund für einen PKV Wechsel wird im ersten Quartal ersichtlich, wenn Angestellte häufig erstmals von neuen Gehaltserhöhungen profitieren. Viel Bewegung herrscht immer dann im Markt, wenn Angestellte über die Einkommensgrenze gelangen, ab der man sich privat versichern kann. Laut dem Ottonova-Chef ist man sich bei der Ottonova sicher, seine geplanten Ziele zu erreichen.

Junge, technik-affine Kunden

Auf die Frage, wer zu Ottonova als Kunde kommt, gibt Rittweger an, dass es sich häufig um Unternehmensberater, Geschäftsführer, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer sowie auch Start-Up-Gründer handelt, also diejenigen Menschen, die sich dem technologischen Fortschritt gegenüber aufgeschlossen zeigen. Überraschend jung sind die Ottonova-Kunden und zudem sind es zu 90 Prozent Männer. Mit der Zeit wird sich dies jedoch sicher noch einpendeln, so Rittweger.

Die Frage, wie Ottonova Kunden locken möchte, antwortet Rittweger, dass Ottonova mit vielen Vorzügen überzeugen wird. Ganz klar ist, dass sich eine private Krankenversicherung nicht von alleine verkauft. Ottonova möchte überzeugen durch regelmäßigen, aber unkomplizierten Kundenkontakt. Darüber hinaus mit einer schnellen Erstattung von Gesundheitsausgaben. Dazu müssen die Kunden nur die Rechnung abfotografieren und übermitteln. Zu guter Letzt sind die langfristig stabilen Beiträge, mit denen Ottonova neue Kunden gewinnen möchte.

Interessant auch die Frage, welche Folgen es für Versicherte hat, falls es die Ottonova irgendwann nicht mehr geben sollte. Rittweger antwortete, dass auch in diesem Fall der Versicherte sicher sein könne, dass sein Versicherungsschutz bestehen bleibt. Anfänglich würde der Sicherungsfonds greifen. Alle privaten Krankenversicherungen zahlen in einen Topf, und zwar in den der Auffanggesellschaft Medicator. Medicator übernimmt die Verträge. Der Kunde muss nichts befürchten, denn die Verträge werden unverändert fortgeführt. Allerdings würde in der gefragten Situation es eher passieren, dass eine andere Versicherung Ottonova und damit die Verträge zu den vereinbarten Konditionen übernehmen würde.

Es bleibt weiterhin interessant, was sich auf dem Gebiet der privaten Krankenversicherung noch tun wird.

(dt)