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PKV oder GKV: Der richtige Krankenversicherungsschutz bei einer Behinderung

Der medizinische Grundbedarf bei körperlich und geistig behinderten Menschen ist höher als bei Nicht-Behinderten. Im Allgemeinen werden neben Hilfsmitteln häufig auch weitere Behandlungen aus den Bereichen Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie in Anspruch genommen. Zudem muss häufig auch auf häusliche Pflege zurückgegriffen werden. Aus diesem Grund ist es für behinderte Menschen besonders wichtig, dass es in Bezug auf die Kostenerstattung durch die Krankenversicherung keine Probleme gibt.

Die Frage ist jetzt, was sinnvoller bei einer Behinderung ist: PKV oder GKV? Bekanntermaßen bietet die private Krankenversicherung dem Versicherten viele Vorteile gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung. Doch muss man bedenken, dass es sich bei den privaten Krankenversicherern um wirtschaftliche Unternehmen handelt. Und diese machen die Versicherungsbeiträge auch anhand einer Risikokalkulation fest. Bei jedem privat Versicherten wird erhoben, mit welchen Behandlungskosten im Durchschnitt zu rechnen ist, wobei nicht nur Alter und Geschlecht bei der Berechnung herangezogen werden, sondern auch der allgemeine gesundheitliche Zustand. Aus diesem Grund findet vor Vertragsabschluss eine Gesundheitsprüfung statt. Diese soll zum einen den derzeitigen Gesundheitszustand bestimmen und zum anderen Vorerkrankungen festhalten. Dadurch kann das Risiko von Folgeerkrankungen abgeschätzt werden.

Gesundheitsprüfung auch für behinderte Menschen

Vor Eintritt in die private Krankenversicherung steht auch für behinderte Menschen eine Gesundheitsprüfung an. Häufig jedoch werden Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung von privaten Krankenversicherern abgelehnt. Besonders in den Fällen, in denen die Behinderung aus einer Vorerkrankung resultiert. Auch wenn laut dem Gleichbehandlungsgesetz Behinderungen keine Rolle spielen, so dürfen Vorerkrankungen als Risikofaktor und damit Ablehnungsgrund genannt werden, wenn diese Vorerkrankungen zur Behinderung geführt haben. Von einer Diskriminierung im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes wird in dem Fall also nicht gesprochen, denn den nicht behinderten Antragsteller erwartet die gleiche Gesundheitsprüfung.

Auch für den Fall, dass es zu keiner Ablehnung kommt, müssen Menschen mit Behinderung bei der privaten Krankenversicherung meist mit hohen Risikozuschlägen rechnen. Darüber hinaus steht Menschen mit Behinderung auch nur der sogenannte Basistarif zur Verfügung. Die Leistungen sind verhältnismäßig gering gegenüber den Top-Tarifen. Daher ist es meist vorteilhafter, eine gesetzliche Krankenkasse zu wählen, denn diese ist per Gesetz an den Versorgungskatalog gebunden. Und der Versorgungskatalog unterscheidet sich bei einer Behinderung bezüglich den Leistungen der Krankenkassen nur wenig. Was sich jedoch durchaus lohnt, sind etwaige Zusatzleistungen. Durch private Zusatzversicherungen können Versicherte der GKV auch mit Behinderung ein Mehr an Leistungen herausholen.

(dt)