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Der PKV-Tarifdschungel – Für den Laien kaum allein bezwingbar

Als privat Versicherter erhofft man sich im Fall einer Erkrankung eine gute Behandlung. Jedoch zeigt sich, dass die Leistungsunterschiede der Versicherer häufig derart groß sind, dass sich der Verbraucher zunächst durch einen Tarifdschungel kämpfen muss.

Bekanntermaßen handelt es sich bei der privaten Krankenversicherung nicht um eine Solidargemeinschaft. Bei den gesetzlichen Krankenkassen zahlen die Gesunden für die Kranken und die Jungen für die Alten. Dahingegen sorgt bei der privaten Krankenversicherung jeder für sich selbst. Der junge und gesunde Verbraucher hat den Vorteil, dass er bei den Privaten oft sehr gute Konditionen mit niedrigen Beiträgen heraushandeln kann. Doch müssen sie hinterfragen, wie sich die Tarife mit steigendem Alter entwickeln. Weiter ist interessant zu wissen, ob es Möglichkeiten gibt, nach einiger Zeit die Versicherung an eventuell geänderte Lebensumstände anzupassen.

Lohnt sich eine Wechsel in die private Versicherung?

Eines ist sicher: Der Laie findet sich allein in dem Tarifdschungel nicht zurecht. Zudem muss zuerst die Frage geklärt werden, ob sich der Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenkasse auch tatsächlich lohnt. Entscheidet sich ein Interessent für die Private, eröffnen sich ihm weitere Auswahlmöglichkeiten, wie die Wahl des Grundschutzes, Standardschutz oder der sogenannte Topschutz.

Bei der Auswahl wird vielfach vergessen, in die Zukunft zu blicken. Daher sollten man niemals nur von der aktuellen persönlichen Situation ausgehen, sondern eben auch in Richtung Zukunft blicken. Häufig denkt man in jungen Jahren nicht darüber nach, dass es in zehn oder zwanzig einmal anders sein könnte als gerade jetzt. Man verzichtet daher häufig auf Leistungen wie Psychotherapie oder etwa die Bezahlung von Krankenfahrstühlen, um damit letztlich auch die Beiträge niedrig zu halten. Das ist verständlich, denn wenn man jung und gesund ist, macht man sich häufig nicht so viele Gedanken darüber, was in zwanzig Jahren sein könnte. Doch Ansprüche und Bedürfnisse ändern sich mit der Zeit.

Altersrückstellungen mitnehmen

Wird ein Wechsel von einer Tarifart in eine andere angestrebt, ist das häufig möglich, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen. Dies gilt auch für den Wechsel zu einer anderen privaten Versicherung. Privatversicherte sollten bedenken, dass je länger ein bestehender Vertrag existiert, umso weniger lohnt sich der Wechsel zu einem anderen Versicherer. Die Privaten behalten nämlich einen Teil der zu Beginn gezahlten Beiträge ein. Das dient dazu, damit in späteren Jahren ein finanzieller Puffer vorhanden ist, um für die oft höheren Behandlungskosten leisten zu können. Von dieser Altersrückstellung geht ein großer Teil verloren, wenn man sich für einen Wechsel entscheidet.

Jedoch kann ein Wechsel der Tarifart innerhalb der eigenen Kasse sinnvoll sein. Daher wird jedem privat Versicherten mit Wechselabsichten dazu geraten, von Zeit zu Zeit beim Versicherer nach Vorschlägen für andere Tarife anzufragen. Eventuell ergibt sich auf diese Weise eine günstigere Variante des Versicherungstarifs, der besser zu den aktuellen Lebensverhältnissen passt.

(dt)